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Ölmalerei - MaltechnikÖlbilder werden mit Farben, die in Öl gelöst sind, auf einen Untergrund aufgetragen. Ölfarben lassen sich wie Aquarellfarben miteinander und untereinander mischen. Dieses Mischen erfolgt auf der Palette. Anders als Aquarellfarben aber lassen sich Ölfarben (ähnlich wie Wachsmalstiftfarben) auch übereinander aufbringen.
Ölfarben trocknen langsam, können während mehrerer Tage mit einem Spachtel, einem Pinsel oder irgendeinem anderen Gegenstand auch wieder weitgehend abgetragen werden. Diese Möglichkeit kommt der Arbeit des Malers sehr entgegen, wenn der Entstehungsprozeß längere Zeit in Anspruch nimmt wie z.B. bei Portraits.
Ölbilder können bei gutem Wetter auch in der freien Natur angefertigt werden.
Gewöhnlich werden Ölgemälde auf Leinwand gemalt. Die Leinwand wird auf einem Holzrahmen befestigt und mit Hilfe von Keilen in den Ecken gespannt. Das ist der Keilrahmen. Sodann erhält die Leinwand eine Grundierung, die einerseits das Gewebe gegen Einwirkungen durch wechselnde Feuchtigkeit und Trockenheit stabilisieren, den direkten Kontakt der Ölfarbe mit der Faser verhindern oder gar ausschalten und andererseits Rißbildung beim Austrocknen der Farben weitgehend einschränken und das Altern des Gewebes, eines Naturproduktes, verhindern soll. Auf diese Grundierung wird gemalt.
Das Lösungsmittel Öl verharzt mit der Zeit, das Volumen vermindert sich und es kann – wie bereits erwähnt – zur Bildung von Rissen in der Farbe kommen. Um das soweit möglich zu verhindern oder hinauszuschieben, können Ölbilder gefirnißt werden. Firnis ist ein Lacküberzug, der allerdings glänzt.
Die Ölfarben kann man entweder fertig in Tuben kaufen oder aber selber zubereiten, indem man Farbpigmente in Pulverform mit einem geeignet erscheinenden Lösungsmittel vermengt. Als solches diente früher u. a. auch Leinöl. Viele der Lösungsmittel auf Ölbasis trocknen sehr langsam, so daß die Bilder anfällig sind, bis der Trocknungsprozeß abgeschlossen ist.
Farben, die dick aufgetragen werden, trocknen außen schneller als innen, so daß durch die Veränderung der Masse Risse schon während der Trocknungsphase auftreten. Es soll Maler gegeben haben, die diesen Effekt mit in ihr Konzept einbezogen haben. Vor allem beim Vortäuschen von Alter sind solche Reaktionen erwünscht und beabsichtigt.
Ölbilder können bei Verletzungen des Bildes wieder restauriert werden, weil die Farben übereinander aufgebracht werden können.
Wenn Grundierung und Farbenqualität gut sind, können Ölbilder Jahrhunderte vergleichsweise heil und gut überstehen. Auch sind sie ziemlich resistent gegen UV-Strahlung d.h. sie bleichen nur unwesentlich aus, auch wenn sie längere Zeit von der Sonne beschienen werden,
Ölbilder können allerdings auch auf andere Untergründe gemalt werden: Bretter, Bleche, Sperrholz, Preßpappe u.a. Wichtig dabei ist nur die Grundierung. Ohne Grundierung wird das Öl zu schnell vom Untergrund aufgesogen oder löst sich davon, und die Haltbarkeit der Farben ist nicht mehr gewährleistet. |
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