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Kleines Journal, Berlin 23. November 1923

Bei Hapke u. Schmidt, an der Ecke Französische und Charlottenstraße, stellt ein junger Künstler, Theodor B r ü n, Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen aus. Mystische Visionen, die von Do-stojewski und Tolstoi inspiriert sind. Mich persönlich ergriffen am tiefsten seine ungemein ein-drucksvollen Landschaftsausschnitte, Aquarelle, die tatsächlich beim ersten Anblick auf das Ge-müt wirken und in farbigem Zauber die Seele der Natur spiegeln. ........ Der junge Künstler wird bald führend sein. Ein Gang in die Kunsthandlung dürfte für jeden Kunstliebhaber lohnend sein.

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Vossische Zeitung Berlin, Sonntag 2 . Oktober 1927

Herbstschau der Akademie

Am Pariser Platz ist gestern mittag die Herbstausstellung der Akademie der Künste, wiederum mit einer geistvollen und anmutigen Rede Max Liebermanns, eröffnet worden. ......

Bei den Schwarz-Weiß-Zeichnungen thront Slevogt mit den Kartons zu seinen Sgraffitos im Kindl-Restaurant am Kurfürstendamm. Neben ihm Kubin. Es folgen im Abstand Knispel, Ernst Kunst, der hochbegabte Theodor B r ü n aus Hagen.

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Wittener Tageblatt, Witten, 5. September 1930

Ausstellung Brün im Märkischen Museum

...... Eine Menge farbiger Aquarelle, Pinsel - und Federzeichnungen sowie Radierungen füllen die Wände und Vitrinen; und was ausgestellt ist, gehört zu dem Besten, was wir bisher in den hiesigen Ausstellungen sahen. ......

Was bei den Aquarellen mit Farbe erreicht wird, erreicht Brün hier (graue Pinselzeichnungen) mit Schwarz- und Grautönen; eine Fülle von Werten, vom gegenständlichen Schwarz bis zum ver-schwimmenden fernen Grau. ......

In den Vitrinen liegen Zeichnungen. Die besten Blätter sind die vom Straßenleben in Paris, Hafen-bilder und markante Gesichter aus dem "Cafe du Dôme". Skizzen sind es, aber voll Unmittelbar-keit und Erlebniswert. Meisterwerke ! und das vollendetste ist wohl das Blatt vom Hafen.....

...... Man muß schon ein Blatt (Radierungen) einzeln und genau betrachten, um alle Werte und die Freude und Hingabe des Künstlers an das Einzelne nachzuerleben. ......

Eine feine Ausstellung, und somit für den kommenden Winter ein guter Anfang. Man sollte nicht versäumen, die Bilder sich anzusehen. Theo Brün wird sicher in Witten Freunde erwerben; mag auch der materielle Erfolg für den Künstler dementsprechend werden.

Westfälischer Anzeiger Dienstag, 13.Dezember 1932

Ausstellung Hammer Künstler

...... Das beste von der Graphik dieser Ausstellung sind die Blätter von Theodor Brün, welche auch im kleinsten Format letzte künstlerische Vollendung erreichen.

Von Brün sieht man auch eine Holzplastik "Frau vor dem Spiegel", ein schönes Beispiel für seine eigenartige Vorstellungsweise, welche sich jedoch wie von selbst der Wesensgesetzlichkeit der Plastik einpaßt. Man muß Brün wohl mit zu den besten deutschen Bildhauern der Gegenwart rechnen. Sein schöpferischer Reichtum hat in Westfalen nur etwa in dem gefallenen Morgner, in Otto Coester oder Rohlfs Gleichwertiges.

Westfälischer Kurier, 14. Dezember 1932

Ausstellung "Hammer Künstler"

...... Wenn wir das zunächst nennen wollen, was als neu in diesem Rahmen und als Qualitätskunst in die Augen fällt, so sind das die Werke zweier "Auswärtiger": Theo Brün (Hagen) und Willi Geiß-ler (Köln-Buchforst).

Brüns Plastik vor allem gehört in die vorderste Reihe des heutigen westfälischen Kunstschaffens. Man sieht davon leider nur ein Stück: "Frau vor dem Spiegel" (Holzplastik im Oberlichtraum), ein einmaliges, meisterlich geformtes Werk - ein Brün. Daneben aber behauptet auch Brüns Graphik , in reicheren Proben vertreten, einen guten Rang.

Kölnische Zeitung, 30. März 1933

Münster ...... Neben Enselings sorgsam geformten und rundum ausgewerteten Plastiken sind eini-ge von Theodor Brüns Schnitzerein geradezu dramatisch. Dieser Westfale nimmt es auch mit figu-renreichen Szenen auf. Er muß dabei das außer acht lassen, was wir oben die statische Gelas-senheit eigenmächtiger Plastik nannten. Nicht immer gelingt der Wurf. Manchmal kommen aber köstliche Bildwerke zustande, wie die "Erinnerung an den Vater": es ist da ein Arbeitsmann, der eine Wendeltreppe hinabsteigt. Möchte es Brün nur gelingen, seine lebhaften Vorstellungen so recht bei der Bearbeitung des Holzes einzufangen! Er hat offenbar sowohl Phantasie als auch ausdauernde Gestaltungskraft. Werner Witthaus

Westfälischer Anzeiger, Hamm, 9./10. Dezember 1933

Ausstellung Hammer Künstler

...... Auch Theodor Brün zeigt wieder eine größere Anzahl Radierungen und Zeichnungen, von denen besonders einige Kriegsbilder von der Westfront Beachtung finden. mögen. Als das Schön-ste möchten wir jedoch eine große landschaftliche Federzeichnung und die an Rembrandt ge-mahnende Radierung der "Drei Könige aus dem Morgenlande" ansehen.

Dr. Heinrich Ossenberg

 

Westfälische Künstler stellen aus

Aus der Ausstellung Hammer Künstler im Städt. Gustav-Lübcke-Museum Hamm...... Beginnen wir mit Theo Brün (wohnt in Hagen), der als Plastiker in dieser Ausstellung endlich einmal würdig ver-treten ist. Man darf einen Künstler mit allem Recht einen "Meister" seines Fachs nennen, der eine Plastik wie den "Lobgesang" schuf, (.....), ein künstlerische Wirklichkeit gewordenes Sinnbild des menschlichen Sehnens nach der Welt über den Sternen, dargestellt durch drei übereinanderge-türmte, aus der Erdenschwere zu jubilierender Höhe sich erhebende Generationen. Die gleiche große gestalterische Kraft spricht aus den Plastiken "Abschied des Vaters" und "Christus wandelt auf dem Meere" (......) Brüns Graphik war hier schon des öfteren zu sehen; die jetzt ausgestellten Blätter erweisen ihn wiederum als Meister dieses Gebietes.

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