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Kritiken über den Maler und Bildhauer Theodor Brün auf Grund der uns zugegangenen Besprechungen über die "Große Westfälische Kunstausstellung - Dortmund 1935".Westfälische Landeszeitung Rote Erde Nr. 273 vom 5. 10. .... Hier sind es vor allem Theodor Brün und Otto Coester, vor deren Werken ein längeres Verweilen unerlässlich ist. Wenn Brün die "H1. drei Könige" sich um das lichterfüllte Kind versammeln, oder wenn er "Christus auf dem Meere" wan deln lässt, so schafft er in rembrandtschem Geiste mit aus der Heimat gewonnenen Kräften. So sind auch seine Landschaften "Emster Ebene", "Eilperfeld mit Wolken", "Steinbruch Langenohl" nicht bildliche Darstellungen schlechthin, sondern ebenso wie Coesters wildromantische, aus aller- feinster, fleissigster Stichelführung entstandene "Hügellandschaft", "Nasse Wiese" oder "Wäldchen", "Einzelner Baum" von seherischen Energien erfüllt, träumerisch verklärt oder auch hochschwingend veredelt. Westfälische Landeszeitung Rote Erde Nr. 278 vom 10. 10. ..... Plastik, wenn sie aus dem Raume heraus begriffen sein will - und das ist ihr entwicklungsgemässer Zweck - darf gern einer sehr praktischen Bestimmung dienen. Darum sind auch Theodor Brüns, des ehrenvoll vertretenen Radierers "Affengruppe" in Holz so sympathisch; sie sind als Treppenabschlüsse gedacht und weniger auf Details frisiert, als auf glatte, bewegungskräftige Anschauung. An seinem stark ~.begriffenen "Handlanger“ stört nur der leicht blöde Gesichtsausdruck, Aufbau und Materialbehandlung, auch das ist Holz, sind dagegen von kräftiger Hand gemeistert. Tremonia, Dortmund, Nr. 276 vom 6. 10. ..... In der Abteilung Graphik, die hinreichend vertreten .ist, wird viel sauberes Mittelgut gezeigt, ohne daß aufsehenerregende Leistungen zu entdecken wären. Das Beste bietet wohl Theodor Brün mit einer Anzahl Radierungen. Dortmunder Zeitung Nr. 464 vom 5. 10. , ..... Auch Theodor Brün, von dem einige einfallsreich komponierte, wenn auch etwas kunstgewerblich wirkende Holzplastiken auffallen, erweist sich mehr und mehr als Radierer erlesenen Könnens. Hörder Volksblatt Nr. 235 vom 8. 10. und Barop-Hombrucher Volksblatt Nr. 235 vom 8.10. ..... die wertvollen Radierungen des tiefgründigen Theodor Brün. ... Theodor Brüns Holzplastiken sind lebendig gesehen..... Rheinisch-Westfälische Zeitung Nr. 504 vom 7. 10. ..... Versuche, zu einer selbständigen Gestaltung vorzustossen, finden sich bei den Plastiken von H. Kuhmichel u. Th. Brün, der ausserdem mit 12 Radierungen Raum gefunden hat . „Der Mittag“ Nr.232 vom 5.10. Theodor Brün, dessen ursprüngliche plastische Phantasiekraft sich erneut in zwei die Vorstellung bezwingenden Holzgestalten (Handlanger, Madonna) bewährt, um in einer dreiteiligen Affengruppe sich in Gaulscher Formklarheit zu versuchen, steht an der Spitze einer Gruppe von Bildhauern, die die Verbindung zur bäuerlichen Tradition des Landes noch nicht verloren haben. - Auch unter den Graphikern ist Brün mitführend. Über seine schönen, bester deutscher Tradition verpflichtenden Landschaftsradierungen hinaus rührt er in Blättern wie "Heilige drei Könige" und "Christus auf dem Meere" an das fremdartige, zum Mysterium verweisende religiöse Erlebnis. Kölnische Zeitung Nr. 530 vom 18. 10. ..... Unter den Bildhauern können wir gerade im Hinblick auf das Antlitz Westfalens, also auf die vielfache schöpferische Verbundenheit, wie wir sie oben aufzuzeigen versuchten, Theodor Brün voranstellen; seine Holzschnitzereien, gemeisterte und zum Teil phantastische Bildungen, gehören vollends zum niederdeutschen Haus. Münsterischer Anzeiger Nr. 464 vom 8. 10. ..... Beim ersten Durchgang fallen dem Betrachter die Werke einiger Künstler auf, die man wohl zur "ersten Garnitur" rechnen darf. Da ist Theo Brün mit verschiedenen Holzplastiken, die in ihrem Gehalt und ihrer materialgerechten Verarbeitung den echten Künstler erkennen lassen. Wie ist ihm z. B. der "Handlanger gelungen. Keinerlei artistische Spielerei und doch echt. Welche Reichweite Brün zu eigen ist, zeigt seine Kunst der Radierung. Münstersche Zeitung Nr. 279 vom 9. 10. ..... Theodor Brün, Hagen, eine der eigenartigsten und universalsten Erscheinungen im westfälischen Künstlerkreis überrascht wieder mit einigen tief durchdachten Holzplastiken und feinsinnigen Radierungen. Bochumer Anzeiger Nr: 236 vom 8. 10. ..... Auch Th. Brün mit seinen ausgereiften Plastiken und köstlichen Radierungen, sowie -..... verdienen stärkste Beachtung. Gelsenkirchener Zeitung Nr. 278 vom l0. 10. ... Ein Einzelfall, ein Sonderfall ist Theodor Brün, Graphiker par excellence und eigenwilliger Plastiker, ein einsamer und versponnener Träumer mit einer nie versiegenden "Lust zu fabulieren". In seinen Landschaftsradierungen bezwingt eine tief innerliche Beseelung und nicht minder eine großartige Klarheit der Form. Aus tausend scheinbaren Nebensachen strömt der Quell des Essentiellen. Sie sind liebenswert, diese Blätter. Gelsenkirchener Zeitung Nr. 278 vom 10. 10. ..... An der Spitze der Plastiker steht Brün. Drei Holzplastiken (Madonna, Handlanger, Affengruppe) bäuerliche, gesammelte Kraft in ihren Stilelementen verratend, großzügig im Schwung der Flächen und Konturen, sind Schöpfungen eines reifen Künstlers, der Intuition und Ratio glücklich vereint. Germania Nr. 297 vom 25. 10. ..... Theodor Brüns feine Radierungen atmen den herben Zauber solider Handwerkskunst und des westfälischen Landes (Emster Ebene). ..... Ähnliches leistet der schon oben erwähnte Th. Brün , vielleicht nicht ganz so urplastisch, ein wenig mehr er zählend (Handlanger). Aber in der schlichten, wirkungsvollen Holzbearbeitung übertrifft er noch Kuhmichel (Madonna). Hier wird ein Bild gestaltet und doch bleibt das Material in seinem natürlichen Zusammenhang. Westfälischer Kurier, Hamm, Nr. 240 vom 12./13. 10. 35. ..... Theo Brün ist mit zahlreichen Radierungen vertreten, auf sie sind wir kürzlich in dieser Zeitung ebenfalls ausführlicher zu sprechen gekommen. „Die Glocke“, Oelde i/W., vom 18. 10. 35. ..... Zu den Begabtesten darf man wohl Theo Brün rechnen, dessen Holzplastiken in ihrem Gehalt und ihrer materialgerechten Verarbeitung den echten Künstler erkennen lassen. Besonders gut ist ihm der "Handlanger" gelungen. Keinerlei artistische Spielerei und doch höchstes "Können", zugleich im Vorwurf volksverwurzelt und echt. „Heimat und Reich" , Monatshefte für westf. Volkstum, Nr.11, 1935. ..... Wir brauchen nur an Theo Brün, Hagen, zu denken, der zweifellos eine der eigenartigsten Erscheinungen im westfälischen Kunstleben ist. Man hat hier und da einmal geglaubt, daß dieses Künstlers gewiß ungewöhnliche Motivbehandlung irgendwelchen 1aunenhaften Einfällen, der Freude an kuriosen Darstellungsmöglichkeiten entsprungen sei. Wenn man aber sein Schaffen Jahr für Jahr verfolgt und dabei sieht, wie Brün seine Gestaltungseigenart in immer neuen und interessanten Abwandlungen beizubehalten vermochte, dann glaubt man ihm zuversichtlich, daß er aus innerer Eingebung, Ehrlichkeit und unbedingter Werktreue schafft. Seine "Handlanger"-Holzplastik ist in jeder Beziehung Wesensausdruck des Künstlers und - möchte man sagen - des Westfälischen überhaupt: Starke und gesunde Realistik in der Gesamtauffassung des Werkes bei tiefer Nachdenklichkeit, wozu bei diesem Meister der Holzplastik erfreuliche bildhauerische Echtheit und hohes technisch-formales Können hinzukommt. ..... Einen hervorragenden Rang nahmen in dieser Ausstellung auch die Graphiker ein (wir wissen, daß auf diesem Gebiet in Westfalen ausserordentliches geleistet wird), unter ihnen wieder der schon einmal genannte, viel begabte Theo Brün, ...... . (Abbildung: "Handlanger", Holzplastik v. Theodor Brün). |
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