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Plastiken
Die erste Holzplastik entstand 1918 als Treppenknauf im neuen Haus. Die nächsten Werke waren kleinere (bis etwa 80 cm hoch) Gestalten, Frauen, aber auch Menschengruppen aus Abfall-Eichenholz. Die meisten Gruppenplastiken waren nicht viel höher als vielleicht 30 cm.
Einzelne Gestalten nicht höher als etwa 1 m. Das hing von den Umständen ab, den Möglichkeiten im eigenen Atelier und vom vorhandenen Holz. Eiche wurde bevorzugt trotz der großen Bearbeitungsschwierigkeiten.
Aus den Jahren bis 1928 sind nur noch wenige Holzplastiken erhalten. Viele sind im Kriege in Darmstadt, Berlin, Hagen, Essen, Köln usw. verbrannt. Von einigen existieren nur noch Photos, von Laien gemacht. Motive waren mehr abstrakter Art: Hintergründliches wie psychische Wirren in der Pubertät (Knabe und Teufel), im zwischenmenschlichen Bereich (Zwei gegen einen), dann aber auch Versuche, etwas gegenständlich sichtbar zu machen, was nicht sichtbar ist: Die Gedanken eines Soldaten auf Wache, die sich mit den eigenen Lieben in der Heimat befassen (Argonnerwald), das Problem des allmählichen Vergessens von Gestorbenen (Erinnerung an den Vater mit der immer kleiner werdenden Gestalt des die Treppe Hinabsteigenden), oder dem Sinnbild des Todes (Schnitter) welche Plastik im Zusammenhang mit „Volk und Schwert“ und dem dazugehörigen Text deutlich sagte, was er erwartet einerseits und was für ihn von einem Staatenlenker erwartet werden müßte. Glücklicherweise wurde das damals nicht verstanden - und unglücklicherweise heute auch nicht mehr.
Auch in den Plastiken taucht immer wieder das Ideal „Familie“ auf, sei es als "Madonna" (Mutter mit Kind), als „Familie beim Spaziergang“, sei es bei der Kleinplastik aus den späten 70ern „Abschied“, WIR, oder sogar aus der ganz frühen „Lobgesang“, wo eine Generation auf den Schultern der vorangegangenen steht. Diese Plastik wurde als entartet weggeschafft und zerstört, nach 1946 neu geschaffen.
Viele Plastiken stellen eine Auseinandersetzung mit irgend einem Problem dar oder sollen nichts anderes sein als Versuche, etwas Begriffliches darzustellen: Liebe, (Liebespaar mit Hund), Nächstenliebe zu Mensch und Tier (Der gute Hirte), Mythen aus der Antike und/oder dem christlichen Mythos (Anadyomene, Dryade, Christophorus,...), seelische Bedrückungen (der Vertreter mit dem Alb im Nacken, der ihn treibt) – um nur auf einige Aspekte hinzuweisen.
Immer aber ist die Plastik das Mittel, eine geistig-seelische Sache in faßlicher Form darzubieten. Man benötigt für viele Kenntnisse aus der sogenannten klassischen Bildung, Kenntnisse griechischer und römischer Geschichte und Mythologie und auch der christlichen, gleichgültig ob katholisch, evangelisch oder welcher Richtung auch immer. Es ging ihm dabei lediglich und immer um den Sinngehalt der Aussagen, und der war allgemeingültig, konnte auch in östlichen Religionsphilosophien gefunden werden.
Verschiedene Plastiken mit reich christlich-mythischem Inhalt sind mehr oder weniger der ständigen Diskussion mit seinem Jugendfreund Wilhelm Loew zuzuschreiben, der Theologe geworden war. Die zahlreichen Krippenfiguren waren Weihnachtsgeschenke für Freunde und Familie, unterliegen keiner weltanschaulichen Gesinnung, es sei denn der der Demut vor dem, was mit Schöpfung umschrieben wird. |
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